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Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir freuen uns, Ihnen eine neue Veranstaltung der RPP-Reihe vorstellen zu können. Bei dieser Fachtagung steht nicht die Pornographie als solche auf den Prüfstand, sondern eine altbekannte Problematik (Sexsucht) erhält durch das Medium Internet eine neue Dimension – das wollen wir erstmals in Österreich wissenschaftlich beleuchten. Das Thema hat durch die neu aufgebrochene Pädophilie-Diskussion an zusätzlicher Aktualität gewonnen; und in der Tat hat das Internet der Kinderpornographie zusätzlichen Spielraum eröffnet. Es geht uns hier aber nicht darum zu moralisieren oder zu pathologisieren: das steht dem Psychiater und Psychotherapeuten nicht zu. Die Psychiatrie ist schon zu oft mit den jeweils gängigen Moralvorstellungen vermischt worden und hat sich instrumentalisieren lassen – das hat ihr nie gut getan. Das Leiden der Betroffenen gilt es zu beschreiben und Behandlungskonzepte zu erarbeiten. Es gilt, im psychotherapeutischen Setting den Auftrag des Klienten ernst zu nehmen. Deswegen ist der subjektive Leidensdruck für uns das Ausschlaggebende - das ist keine weltanschauliche Frage.

 

Die Veranstalter